Bundestagkandidat Dr. med. Katterle zum Thema Burnout

„Burnout“ nimmt rasant zu FDP-Bundestagskandidat Dr. Katterle besuchte Bergner SCHWABACH — Dr. Dieter Katterle, der Direktkandidat der FDP im Wahlkreis Nürnberg-Süd, hat die Schwabacher Firma Richard Bergner besucht. Er sprach mit Personalleiter Peter Oberst. Somit tauschten ein Facharzt und ein Diplom-Pädagoge ihre Erfahrungen zum Themen Gesundheit und Wirtschaft aus.

Dr. Katterle wies darauf hin, dass eine Studie der Weltgesundheitsorganisation zufolge bis zum Jahr 2020 Depressionen, nach den Herz-Kreislauf Erkrankungen, die zweithäufigste aller Erkrankungen in den OCED Ländern und damit auch in der Bundesrepublik sein werden.

Auch die „Burn-Out“-Fälle würden zu den häufigsten mit dem Arbeitsleben verbundenen Störungen anwachsen. „Dies ist eine besorgniserregende Entwicklung“, heißt es in einer Pressemitteilung der FDP. Hier rolle eine enorme Kostenlawine auf Arbeitgeber und Krankenkassen zu, denn bereits letztes Jahr belasteten die Folgekosten psychischer Erkrankungen die Wirtschaft mit 29 Milliarden Euro.

Dabei sei Burn Out selbst keine Krankheit, sondern eine Hochrisikosituation, die — zu spät behandelt — in schwere psychische und psychomanische Erkrankungen abrutschen könne. „Ursachen liegen nicht nur im Arbeitsleben, sondern vielfach auch in problematischen Persönlichkeitszügen und familiären Belastungen, zu hohen Erwartungen und Selbsteinschätzungen von Mitarbeitern, unklare Aufgaben, Dauerverantwortlichkeit auch im Urlaub und in der Freizeit.

Oft auch Konflikte in der Familie, kein ausreichender Schlaf und Alkohol“, erklärte Dr. Katterle. „Diese Themen müssen sehr ernst genommen werden.“ Burnout-Symptome beginnen oft unspezifisch: „Jemand wird immer weniger kommunikativ, ist oft müde, unkonzentriert, neigt zu Rückzug aus der Gemeinschaft, nimmt nicht mehr an Feiern teil“, so der Facharzt. Ärzte und Betriebe sollten möglichst frühzeitig und vertrauensvoll mit den belasteten Menschen sprechen. Sie müssen Ursachen feststellen und prüfen, ob eine rasche Herausnahme aus dem Arbeitsprozess, Beratung, Behandlung oder Reha-Maßnahmen geboten seien.

Im Rahmen späterer Wiedereingliederungsschritte ist gemeinsam zu planen, welche zumutbaren Arbeiten in welcher Dosierung vorübergehend aufbauend wirken, um allmählich wieder zu leistungsorientierter Arbeit zu gelangen. „Das betriebliche Gesundheitsmanagement wird entscheidend zur erfolgreichen Rückkehr an den Arbeitsplatz beitragen. Themen sind: Bewegung, Umwelt, Ergonomie, Betriebliche Einarbeitung, Eingliederung“, ist Katterle überzeugt.

Hand in Hand arbeiten bereits Personalleiter und Betriebsärzte mit den Krankenkassen an mehr Schulungen, Gesundheitstagen, Prävention mit psychologischen Fragebögen bis zu Darmkrebstests. All diese Sorgen müssen auch politisch vielfältig umgesetzt werden. Es brauche gerade in Zukunft ausreichend Ärzte. So dürfe nicht riskiert werden, dass es lange Wartezeiten gibt, wenn jemand rasch Hilfe braucht. Für diese versorgungs- und präventionspolitischen Themen möchte sich Dr. Katterle als Abgeordneter im Bundestag einsetzen


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